Fußböden aus Vinyl sind eine der haltbarsten und wasserbeständigsten Bodenbeläge, die man in seinem Haus verlegen kann. Der Bodenbelag ist besonders für Küchen und Badezimmer geeignet und nahezu vollständig wasserdicht. Diese Eigenschaft können nur ein paar Bodenbeläge bieten.

So mancher Heimwerker mag von einem Vinyl-Bodenbelag fernbleiben, in der Annahme, er sei zu schwierig zu verlegen. Der Einbau hat einige knifflige Aspekte, aber keine dieser Probleme ist unüberwindbar. Sie müssen nur die richtige Methode kennen, um diese zu umgehen.

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Vinyl verlegen ohne kleben

Eine Verlegungsmethode für Vinyl-Bodenbeläge ist die, bei der man auf die Verwendung von Klebstoffen zum Verkleben des Bodens mit dem Unterboden weitgehend vermieden wird.

Der Fußboden ist jedoch nicht frei beweglich. Dank des Eigengewichts der Vinylfolie und der Reibung gegen den Unterboden hält der Bodenbelag fest. Die Kanten werden durch umlaufende Sockelleisten und Viertelrunden gesichert. In einem Badezimmer wird die Toilette auf dem Fußboden installiert, wodurch ein zusätzlicher Befestigungspunkt entsteht. Darüber hinaus wird doppelseitiges Klebeband an wichtigen Punkten in der Wohnung angebracht. So kann die Bewegungen des Bodenbelags komplett verhindert werden.

Tipp: Die lose Verlegung funktioniert am besten in Bereichen, die 10 Quadratmeter oder kleiner sind. Zum Beispiel Badezimmer und kleine Küchen.

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Einfache Tipps und Tricks

  • Sie sollten etwa 5 bis 10 Prozent mehr Bodenbelag kaufen, als zu zu verlegene Fläche.
  • Sie sollten so viele Hindernisse wie möglich entfernen: Heizungsschlitze, tragbare Regale und sogar die Toilette und den Schrank. Die Demontage dieser Elemente ist zwar ein zusätzlicher Arbeitsaufwand, aber dadurch wird die Installation einfacher und der Bodenbelag kann besser fixiert werden.
  • Kaufen Sie einen Belag mit ausreichender Breite, dadurch können in kleinen Räumen wir Gäste WC´s unnötige Fugen vermieden werden.

Schritt für Schritt Erklärung

  1. Den Vinyl-Bodenbelag vor Beginn der Verlegung 24 Stunden lang ausrollen lassen. Bei einer angenehmen Raumtemperatur von ca. 23 Grad lässt sich der Bodenbelag leichter abrollen und glätten.
  2. Sämtliche Sockelleisten oder ähnliches entfernen. Falls Bodenleisten vorhanden sind, entfernen Sie diese mit einem Handschraubendreher oder Akkubohrer.
  3. Der Unterboden muss vollkommen eben und frei von Fugen, Nähten oder Rillen sein. Wenn nicht kann es passieren, dass diese sich auf die Oberfläche des weichen Vinyls übertragen. Zum Auffüllen niedriger Stellen können Sie Ausgleichsmasse verwenden. Dafür verteilen Sie die Masse mit dem Spachtel über Fugen und Nähte, bis der Boden eben und glatt ist.
  4. Um das verlegen an Türverkleidungen zu ermöglichen, können Sie den Fußboden entweder fein abschneiden oder die Türleisten entfernen und nachher wieder anbringen.
  5. Den Boden dort schneiden, wo sich die Wand und der Unterboden treffen. Führen Sie den Schnitt so dicht wie möglich an dieser Ecke durch, so dass der Bodenbelag von den Sockelleisten verdeckt wird.
  6. Nun heben Sie den Bodenbelag wieder auf und legen diesen beiseite. Vergewissern Sie sich, dass er eben bleibt. An einigen wichtigen Stellen können Sie nun Streifen des doppelseitigen Klebebandes anbringen. Das sind beispielsweise Türen, vor der Badewanne oder Dusche.
  7. Zuletzt den Bodenbelag zurück auf den Unterboden legen. Beachten Sie, dass sich der Bodenbelag zwischen den Klebstreifen nicht knickt oder staut.

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