Nicht für alle Haustiere gelten die selben Regeln – insbesondere im Mietrecht. Ohne Erlaubnis des Vermieters dürfen zum Beispiel Kleintiere wie Hamster oder Fische im Haushalt gehalten werden. Mit Hunden, Katzen und exotischen Tieren werden die Vorschriften schon komplexer. Der folgende Artikel soll Ihnen Information zu dieser Thematik liefern.

Katzen oder Hunde, Kaninchen oder kleine Schweine: Wenn der Mieter ein Haustier auswählt, steht er sofort vor der Frage, ob die Haltung in der Mietwohnung erlaubt ist. Das deutsche Mietgesetz enthält keine eindeutigen Bestimmungen für die Haltung von Haustieren. Dies hängt von der jeweiligen Situation ab: Der Husky unterliegt möglicherweise Vorschriften und der Goldfisch benötigt diese möglicherweise nicht.

Kleintiere unterliegen in der Regel keinen Vorschriften

Die Haltung von Kaninchen, Fische, Meerschweinchen oder Wellensittiche ist in der Regel problemlos in Mietwohnungen. „Vermieter dürfen Kleintiere nicht verbieten“, bestätigte Gunther Geiler, Geschäftsführer des Deutschen Mieterverbandes in Nürnberg.

Grund: Durch diese werden normalerweise keine Probleme verursacht, sie beschädigen die Wohnung nicht und stören keine Nachbarn. In Bezug auf das Mietrecht ist ihre Haltung Teil der „vertraglichen Nutzung“ von Wohnraum.

Achtung auch hier gilt die Ausnahme:

  • Ratten: Von einigen Richtern wurde das Verbot der Haltung solcher Tiere bestätigt, weil viele Bürger sich vor diesen Tiere ekeln.
  • Frettchen: Laut einem gerichtlichen Urteil (AG Köln; Az.: 2 C 340/11), wird die Haltung dieser Tiere verboten, da sie Gestand verursachen und die Wohnung stark verschmutzen können.
  • Ziervögel: Sittiche und Papageien werden oft zu laut oder verursachen Lärm während Ruhezeiten. Vermieter können diese verbieten.

Hund oder Katze

Wenn der Mieter einen Hund oder eine Katze kaufen möchte, wird das Ganze etwas kompliziert. Allgemein darf Vermieter die Haltung von Katzen und Hunden in der Wohnungen nicht verbieten. Im März 2013 bestätigte das Bundesgericht dies in einer wegweisenden Entscheidung (Referenznummer: VIII ZR 168/12). Laut dem Urteil, seien solche entsprechende Klauseln im Mietvertrag ungültig. Die Richter betonten jedoch auch, dass Mieter, bei der Haltung solcher Tiere auch Rücksicht auf andere Vermieter nehmen müssen.

Im Zweifelsfall muss festgestellt werden, welche Person ernstere Bedürfnisse hat: Mieter, die Pudel oder Perserkatzen halten möchten, oder andere, denen solche Haustiere möglicherweise Probleme verursachen. Wenn das Tier gefährlich ist, verstößt die Entscheidung besonders wahrscheinlich gegen die Anforderungen des Mieters. Um Ärger zu vermeiden sollten Mieter im Voraus mit dem Vermieter sprechen.

Folgendes steht in der Regel in den Mietverträgen

  • Haustiere erlaubt: Steht diese Klausel im Vertrag, dann sind die Voraussetzung für die Haltung von Tieren in Mietwohnungen gut. Sie bezieht sich auf „normale“ Haustiere: Neben kleinen Tieren, für die keine Genehmigung erforderlich ist, gehören auch größere harmlose Tiere wie Hunde, Katzen oder Hausschweine dazu. Gefährliche Tiere wie Python oder Kampfhunde jeglicher Art sind meistens ausgeschlossen.
  • Katzen und Hunde können nur vom Vermieter genehmigt werden: Gunther Geiler sagt, dass diese Klausel möglich ist und dann sollten Sie als Mieter auch die Genehmigung des Vermieters für die Haustiere einholen (OLG Hamm; Az .: 4 RE 5/80 und 6/80). Der Vermieter behält sich die Möglichkeit vor, unter bestimmten Umständen sich gegen die Haltung zu entscheiden. Um „nein“ zu sagen, muss der Vermieter sachliche Gründe angeben. Kleintiere sind von dieser Klausel ausgeschlossen.
  • Keine Haustiere: Diese Klausel ist ungültig. Pauschal die Haltung von Tieren zu verbieten ist nicht möglich. Eine solche Klausel würde den Mieter in eine unangemessen benachteiligte Lage bringen und seine persönlichen Umstände missachten (BGH; Az .: VIII ZR168 / 12).
  • Keine Information: Wird im Mietvertrag nichts über die Tierhaltung der Mietwohnung erläutert, ist das persönliche Interesse in jedem Fall abzuwägen.

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