Der Erwärmungsgrad eines Raumes hängt zum einen von seiner Richtung zur Sonne ab: Die höchsten Temperatur werden dort gemessen, wo Sonnenstrahlen direkt auf die Oberfläche von Fenster, der Fassade oder dem Dach treffen. Daher ist der Wärmeschutz in Räumen direkt unter dem Dach besonders wichtig.

Auf anderen Etagen haben die nach Süden ausgerichteten Räume seltener hohe Temperaturen: Die Sonne berührt sie oft nur aufgrund des hohen Sonnenstandes im Sommer. Horizontale Abdeckungen an der Außenwand (wie Vordächer, Balkone oder tiefe Fenster) können die Sonneneinstrahlung weiter reduzieren.

Andererseits erwärmen sich die östlichen und westlichen Räume eines Gebäudes normalerweise schneller. Aufgrund des niedrigeren Sonnenstandes dringt mehr flaches Licht in den Raum ein.

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Dämmung im Kampf gegen die Wärme

Im Vergleich zu einer schlechten Wärmedämmung ist es weniger wahrscheinlich, dass Wärme durch ein Dach oder eine Fassade mit guter Wärmedämmung in das Gebäude eindringt.

Wenn es um die Wirkung verschiedener Materialien geht, muss es Unterschiede geben. Unabhängig davon welches Material verwendet wird, sind moderne Dämmstoffe der halbe Erfolg. Durch die Dämmung wird in jedem Fall die Wärmeabsorption reduziert.

Schutz am Fenster

Wenn das Dach und die Wände ordnungsgemäß isoliert sind, sind die Fenster der einzige Zugang für Sonnenlicht und Wärme. Der Anteil der Wärmestrahlung, der durch das Fenster in den Raum gelangen kann, hängt zunächst von der Glasart ab und kann anhand des sogenannten g-Wertes (Gesamtenergiedurchlässigkeit) identifiziert werden.

Es gibt jedoch auch ein spezielles Sonnenschutzglas mit einem g-Wert von bis zu 0,18. Dieses Glas reduziert die Energie (Wärme), indem es Sonnenlicht absorbiert oder reflektiert.

Für eine optimale Absorption, werden dem geschmolzenen Glas Farbstoffe (wie Eisenoxid, Kupferoxid) zugesetzt. Das Glas, das in den sichtbaren und unsichtbaren Bereichen reflektiert, ist mit einer fest angebrachten Folie versehen. Zu diesem Zweck werden Metallverbindungen üblicherweise sehr dünn angebracht.

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Schutz durch Schatten

Der Schatten zwischen den Fensterscheiben ist fast perfekt. Sie sind effektiv, wartungsfrei und müssen nicht gereinigt werden. Zusätzliche künstliche Beschattung ist besonders effektiv in Räumen, die dem Sonnenlicht stärker ausgesetzt sind.

Externe Rollladen eignen sich besonders gut. Durch diese wird verhindert, dass direktes Sonnenlicht durch das Glas strahlt und sie reduzieren den Wärmeeintrag um bis zu 5%. Rollladen bieten auch einen guten Schutz gegen Wärmeverlust im Winter und gegen Diebstahl.

Schutzmaßnahmen Innen gegen die Hitze

Jalousien oder Vorhänge, die an der Innenseite von Fenstern angebracht werden, sind nicht so effektiv wie Außenbeschattungen. Das liegt daran, dass diese die Strahlung erst wieder nach außen reflektieren müssen. Das ist insbesondere bei beschichtetem Thermo- oder Sonnenschutzglas nahezu unmöglich.

Innere Schatten sind dennoch nützlich. In Kombination mit Isolierglas können sie die in den Raum eintretende Wärme um bis zu 30% reduzieren.

Für Heimwerker sind Faltstores usw. in der Regel billiger und einfacher zu montieren. Installieren Sie sie nicht ganz nahe am Fenster. So vermeiden Sie Wärmestau.

Isolierglas mit integrierten Sonnenblenden ist teuer, aber wartungsarm und pflegeleicht: Die Lamellen werden zwischen den Scheiben installiert. Unabhängig von der Position der Beschattungsflächen, sollten helle oder metallische Beschichtungen verwendet werden: Auf diese Weise können sie Sonnenlicht, insbesondere die Wärme, reflektieren.

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