Die Behandlung einer Metalloberfläche ist etwas anderes als die anderer Materialien. Einfache Farbe haftet beispielsweise auf Metall nicht so gut wie auf Holz oder Plastik. Metalle oxidieren auch und sind somit anfällig für Rost. Verwenden Sie also ausschließlich eine Farbe, die für den Anstrich von Metall geeignet ist. Diesen Lack gibt es sowohl auf Ölbasis als auch auf Wasserbasis. Wichtig: Die Verarbeitung von Farben auf Ölbasis ist schwieriger, aber die Ergebnisse sind dafür länger anhaltend. Die wasserbasierenden Acryl-Lacke kommen in der Regel als Sprühlacke auf den Markt und können insgesamt mehr Fehler verzeihen.

Das wichtigste sind aber nicht die Farben an sich sondern, dass Sie die entsprechenden Vorbereitungsarbeiten durchführen. Folgen Sie dieser Anleitung Schritt für Schritt, so dass Sie optimale Ergebnisse erzielen.

LESEN SIE AUCH: So erzeugen Sie die perfekte Illusion einer Eingangshalle

Schritt 1: Die Vorbereitung

Die lose oder abblätternde Farbe muss mit Hilfe einer Drahtbürste entfernt werden. Im nächsten Schritt muss anschließend das Metall mit der Drahtbürste weiter behandelt werden, um so viel Oberflächenrost wie möglich zu entfernen. Bei starker Abnutzung können Sie auch einen Drahtbürstenaufsatz für Ihre Bohrmaschine verwenden. Es wird empfohlen, einen Gehörschutz zu tragen.

Hat sich der Rost tief in die Oberfläche eingedrungen, dann legen Sie das betreffende Stück unter Beachtung aller vom Hersteller angegebenen Schritte in einen geeigneten Rostentferner.

Entfernen Sie mit einem feuchten Tuch alle Staub-, Schmutz- und Rostreste von der Oberfläche. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel Wasser verwenden.

Als letztes sollten Sie mit Hilfe von Aceton die restlichen Fettreste auf dem Objekt entfernen. Bevor Sie mit dem nächsten Schritt beginnen, sollte das Aceton komplett getrocknet sein.

LESEN SIE AUCH: 8 Fragen und Antworten zum Thema Umzug in der Coronakrise

Schritt 2: Die Grundierung

Sollten immer noch Rost auf dem Metall sein, dann muss das Stück mit einer Zink-Chromat-Grundierung beschichtet werden. Diese ist speziell für die Beschichtung von Rost geeignet.

Wenn Sie den Bereich mit dieser speziellen Grundierung beschichtet haben, tragen Sie sofort eine Schicht selbstätzende Grundierung auf. Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass diese Grundierung speziell für Metall ist. Schauen Sie im Zweifelsfall auf der Verpackung nach, um festzustellen, ob Metalle als vorgesehene Oberfläche aufgeführt sind. Die Grundierung muss auch mit dem gewünschten Lack kompatibel sein.

Folgen Sie immer den Anweisungen auf dem Etikett, da sich Grundierungen in Bezug auf Trocknungs- und Aushärtungszeiten unterscheiden. Möchten Sie das Produkt im Außenbereich nutzen, empfiehlt es sich, zum Schutz des Metalls vor Oxidation eine zweite Grundierung aufzutragen.

LESEN SIE AUCH: Vermeiden Sie diese Winterkatastrophen in Ihrem Zuhause

Schritt 3: Richtig Lackieren

Mit einer Sprühdose können Sie am einfachsten Metall lackieren. Sie sollten dabei so vorgehen:

  • Zum Mischen des Lacks muss die Spraydose mehrmals kräftig durchgeschüttelt werden.
  • Den Gegenstand mit großen, schwunghaften Bewegungen ansprühen.
  • Wenn Sie die Dose in einem Abstand von 6 bis 12 cm zum Metall halten, kann die Farbe nicht versickern.
  • Vermeiden Sie es, dass Sie die Spraydose ständig an der gleichen Stelle halten.
  • Um ein Tropfen der Farbe zu vermeiden, bewegen Sie die Dose immer schwungvoll.
  • Verwenden Sie bis zu drei dünne Farbschichten und lassen Sie die Farbe trocknen, bevor Sie eine weitere Schicht auftragen. So erhalten Sie die besten Ergebnisse.

Schritt 4: Lackieren mit einem Pinsel

Bei Bedarf können Sie Metall auch mit Ölfarbe aus der Dose lackieren, die länger hält. Die zuvor erwähnte Sprühtechnik ist zwar einfacher, aber die Farbe ist nicht so hart wie bei einer solchen Lackierung. Mit einem Pinsel können Sie eine dickere Oberfläche erzeugen und somit die Haltbarkeit verbessern.

  • Die Farbdose öffnen und die Farbe gemäß den Herstellerangaben vermischen.
  • Es kann passieren, dass die Lackmischung zu dick ist und mit Hilfe von Alkohol verdünnt werden muss.
  • Ist die Konsistenz richtig, beginnen Sie mit dem streichen einer ersten dünnen Schicht.
  • Wenn Sie die Farbe mit dem richtigen Pinsel dünn auftragen, müssen Sie sich keine Sorgen um Pinselstriche machen, da Farbe auf Ölbasis in der Regel glatt trocknet.

Überprüfen Sie zum Schluss, ob die Farbe nach 36-48 Stunden ausgehärtet ist. Das Werkstück muss während der Trockenphase dort stehen, wo es keinen extremen Temperaturen und keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.

LESEN SIE AUCH: 7 Möbelstücke die ein Leben lang bei uns bleiben