Die Wahl des Bodenbelags hängt in vielen Bereichen des Hauses hauptsächlich vom Aussehen ab. Ob Wohn-, Ess-, Schlaf- oder Bürofußboden, Sie möchten, dass Ihre Böden gut aussehen. Im Badezimmer ändert sich das Thema.

Berücksichtigen Sie bei der Wahl des Badezimmerbodens, wie er sich unter Beanspruchung verhalten wird. Das Belastungsereignis ist in diesem Fall Wasser. In Badezimmern ist Wasser so weit verbreitet, dass es eine Erwartungssache und keine Besonderheit ist. Es befindet sich überall: an den Wänden, an der Decke und auf dem Boden. Durch die Feuchtigkeit wird der falsche Bodenbelag schnell beschädigt. Will man die Sache noch schwieriger machen, muss man auch andere Faktoren einbeziehen. Wenn es ausschließlich auf Feuchtigkeit ankäme, würden Vinyl- oder Keramikfliesen wahrscheinlich jederzeit die Oberhand gewinnen. Allerdings müssen zusätzliche Faktoren, wie Haltbarkeit, Aussehen, Kosten und einfache Verlegung, mit bedacht werden.

Vinyl-Böden im Badezimmer

Vinyl sieht gut aus und ist ausgesprochen praktikabel. Schon seit Jahrzehnten ist Vinyl eine beliebte Wahl für Badezimmerfußböden. Vinylplattenbeläge sind die beste Wahl, wenn extreme Wassermengen zu erwarten sind. Große Formate ermöglichen die Verlegung von Vinylplatten mit nur wenigen Fugen in einem kleinen Badezimmer. Hochwertige Vinyl-Dielenböden, sind in Breiten von etwa 12cm und Längen von etwa 120cm erhältlich. Fast alle Vinyl-Bodenbeläge sind Do-it-yourself-Arbeiten. Aufgrund der Tatsache, dass Vinylböden so beliebt sind, gibt es Tausende von Gestaltungsmöglichkeiten.

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Naturelle-Böden im Badezimmer

wenn Sie sich diesen auch leisten können. Marmor, Granit, Kalkstein und die anderen Steinbodenbeläge haben kaum Probleme mit Feuchtigkeit. Der natürliche Stein ist robust, haltbar und optisch sehr ansprechend. Steinfußböden haben einen exzellenten Wiederverkaufswert. Fußböden aus Stein hingegen können kalt und rutschig sein. Das Problem der Kälte kann durch die Installation einer Fußbodenheizung behoben werden. Die Rutschgefahr kann durch eine Sandstrahlbehandlung oder durch den Kauf von Naturstein mit Struktur, wie z.B. Schiefer, reduziert werden.

Allerdings sind die Kosten ein Problem, das diese Bodenbelagsvariante im Badezimmer tendenziell nicht oft genutzt werden. Böden aus echtem Stein sind mit Abstand der kostspieligste Fliesenboden.

Parkett-Böden im Badezimmer

Parkett ist wegen seiner Formstabilität unter hohen Feuchtigkeitsbedingungen besser als Massivholz. Die Grundlage von Parkett ist Sperrholz, dieses hält der Feuchtigkeit gut stand. Parkettböden sehen außerdem wie Holz aus, da die Deckschicht aus echtem Hartholz Furnier besteht. Möchten Sie natürliches Holz in einem Badezimmer haben, dann ist Parkett die richtige Wahl. Achtung: In Badezimmern ist jede Art von Holzprodukten, egal wie gut geschützt, anfällig für Beschädigungen.

Laminat-Böden im Badezimmer

Es überrascht, dass Laminatfußböden eine bessere Wahl für Badezimmerfußböden sind als Massivholz. Im Wesentlichen bestehen diese aus harzimprägniertem Papier auf einer Spanplatte. Tatsächlich ist die Oberfläche des Laminatbodens eine Abbildung von Eiche, Kirsche, Schiefer, Marmor oder anderem Holz oder Stein. Die Oberfläche ist mit einer transparenten Schicht, der sogenannten Verschleißschicht, überzogen. In Badezimmern kann diese Bodenart funktionieren, wenn Sie die Holzunterlage vor Feuchtigkeit schützen. Wegen der dichten Nähte zwischen den Brettern ist es für die Feuchtigkeit schwierig, ihren Weg nach unten zu finden. Außerdem ist Laminat leicht zu reinigen. Dennoch hat Laminat immer noch diese Holzspanunterlage. Kommt diese mit Feuchtigkeit in Verbindung, dehnt sie sich aus und bildet Blasen.

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Diese Böden sollten Sie nicht im Badezimmer nutzen

  • Teppich-Böden: Teppichböden entzieht dem Raum die komplette Feuchtigkeit. Das Badezimmern scheint langsam auszutrocknen. Aus diesem Grund ist Teppichboden eine schlechte Wahl für Badezimmer. Wenn Sie aber einen Teppichboden im Badezimmer wünschen, achten Sie darauf, dass das Material niedrig und zu 100 Prozent anorganisch ist.
  • Massivholz-Böden: Mit Ausnahme seiner Deckbeschichtung hat massives Hartholz keine Schutzeigenschaften gegen Feuchtigkeit. Die kleinste Menge an Feuchtigkeit, wird es letztendlich verrotten lassen. Möchten Sie in Ihrem Badezimmer unbedingt Massivholz verwenden, stellen Sie sicher, dass es einwandfrei eingebaut ist und keine Fugen für Feuchtigkeit aufweist.

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